Freitag 11.6.10
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So, wie gesagt, ich machte mich mit dem Bus um 18:30 Uhr auf den Weg in die Stadt. Adios Facultad de Informática! Zuerst ging es in die Gemeinde. Eigentlich wollte ich dort um halb 9 in etwa los um zur Absolventenfeier zu fahren, aber ich musste mich von so vielen Leuten verabschieden und erstmal erzählen wie die Präsentation gelaufen ist, dass es halb 10 wurde bis ich los kam! Aber es war es wert, es waren noch ein paar Leute da, die ich kannte, und die letzte Woche nicht da gewesen waren. Außerdem lernte ich, was Ingenieur auf hebräisch heißt: Muhandes (m), Muhandeset (f).
Gegen 10 kam ich dann endlich bei der Absolventenfeier an. Der halbe Chor war gerade am Gehen, aber wenigstens konnte ich noch kurz hallo und tschüß in einem sagen und meine Glückwünsche entgegennehmen. SOY INGENIERA!!!!!!
Mit der anderen Hälfte des Chores unterhielt ich mich noch gut bis so ungefähr um Mitternacht. Nebenher lernte ich auch den Dekan der Fakultät kennen (sein Sohn singt im Chor).
Als dann schließlich Mitternacht war und wirklich kalt, machten auch wir übriggebliebenen fünf Choristen uns auf den Heimweg. Ich wurde noch heimgefahren (es läge "auf dem Weg", was ich sehr bezweifle, aber sonst fahre ich eine Stunde Metro...) und wir fanden beinahe auf Anhieb hin!
Daheim angekommen war ich zwar sehr müde, aber auch noch sehr aufgeregt und hungrig. Also machte ich noch was zu essen (halb 1 ist sogar für Spanier etwas sp&auuml;t für's Abendessen). Naja, könnt euch ja ausrechnen wann ich im Bett war.
Metrofahrten: 7
Samstag 12.6.10
Ich stand relativ früh auf und ging zum Gttesdienst. Die wichtigen Teile bekam ich noch mit. Und ich konnte mich noch verabschieden von AC, wir unterhielten uns noch ca. 20 Minuten auf dem Weg zur Metro (die Haltestelle ist ungefär 10 Meter weg).
Eigentlich war ich um 2 zum Essen verabredet mit meiner peruanischen Ex-Mitbewohnerin, aber sie meinte sie würde es erst um halb 5 schaffen, also ging ich heim und aß dort.
Um halb 4 machte ich mich dann wieder auf den Weg in die Stadt und war pünktlich um halb 5 am Bären an Sol - nur um die Nachricht zu lesen, dass sie noch daheim war. Ein Telefongespräch ergab als beste Lösung uns in 20 Minuten in Goya zu treffen.
Da es regnete beschlossen wir die von mir schon für letzten Freitag geplante Schokolade (die dort durch Eis ersetzt wurde) zu trinken und setzten uns in einen Café-y-Té. San Ginés ist besser, aber es gab noch leckere Muffins und Pfannkuchen! Und wo man sich unterhält ist ja auch fast egal.
Um halb sieben verließ ich sie um pünktlich um sieben in Callao zu stehen und auf meine portugiesische ehemalige Zwischenmieterin zu warten - die um 19:20 Uhr eintraf. Heute hab ich es irgendwie mit pünktlich sein, muss ich mir wieder abgewöhnen!
Wir liefen etwas durch die Stadt und landeten am Ende in der Bar, wo wir schon oft waren. Mein erster Sangría in diesen 10 Tagen!
Ihr geht es gut, sie will im Oktober wieder zurück nach Portugal, weil es in Spanien keine Arbeit gibt. Nicht dass es in Portugal welche gäbe, aber da hat sie wenigstens Familie. Auf die Frage, ob man die Krise in Portugal auch deutlich merkt war die Antwort "Nein, eigentlich ist alles wie immer!" - mhm...
Gegen 10 machte ich mich auf den Heimweg und war um 11 daheim. Dort setzte ich mich an den Computer und machte noch was zu essen. Dann las ich mein Buch weiter ("La púrpura negra", es ist etwas seltsam, aber wissen wie es endet will ich schon noch) und schlief auch bald.
Metrofahrten: 10
Sonntag 13.6.10
Von diesem Tag gibt es nicht viel zu erzählen. Ich war daheim, las, programmierte, verarbeitete die letzten Tomaten zu Nudelsoße und hatte keine Lust in den Regen rauszugehen (obwohl es zeitweise auch schön war).
Am Nachmittag (um 7) traf ich mich noch mit meinem "Vermieter" auf einen Saft bzw. Horchata. Er bestand drauf mich danach heimzufahren und mir zu zeigen wie ich das Gas abdrehe und den Kühlschrank ausmache. Na gut... 20 Minuten Heimweg statt 45...
Abends tat ich auch nicht mehr viel. Der, mit dem ich mich eigentlich treffen wollte, rief nicht mehr an und ich hab seine Nummer nicht. Naja, auch nicht so wichtig.
Metrofahrten: 2
Montag 14.6.10
Mein letzter Tag.
Ich stand relativ früh auf, packte, putzte und spülte alles Geschirr. Dann machte ich mich auf in die Stadt um noch die letzten Besorgungen zu machen. Unter anderem musste ich dazu ins Schinkenmuseum um ein paar Packen Schinken für Chorleute mitzubringen und ein Schinkenbrötchen (Zitat: "Naja, 100 Gramm sind mir eigentlich schon zu viel... aber so ein Brötchen wäre schon lecker"). In der Nähe fand ich noch ein argentinisches Geschäft, das Dulce de Leche hatte!! Damit kann ich auch jemanden glücklich machen!
Zwischendurch lief ich auch noch durch eine mir bis dahin nicht bekannte Straße, die Straße der vom Lastwagen gefallenen Dinge. Es gibt dort alles mögliche, was sie sonst auf den Bettdecken am Straßenrand verkaufen: Sonnenbrillen, Regenschirme, billigen Schmuck, Strandschuhe, Fächer, Stofftiere, Perücken, ...
Als ich das Schinkenmuseum verließ, geriet ich noch in einen "kleinen" Regenschauer. Es schüttete wie aus Kübeln, ca. 10 Minuten lang. Danach war es wieder sonnig und warm. Aber ich war schon klatschnass. Danke für diesen Abschied, Madrid!
Als letzte kulinarische Erfahrung in Madrid aß ich noch eine Falafel bei Maoz (die besten Falafel Spaniens, mindestens!) gefolgt von einer heißen Schokolade bei San Ginés. Könnte nicht vielleicht bald ein Spanier nach Stuttgart auswandern und eine Chocolatería eröffnen?
Gegen halb fünf machte ich mich auf den Heimweg, war viel zu früh daheim (viertel noch fünf oder so), las noch etwas (ich habe auch Bücher gekauft, wie immer) und machte mich dann mit Bus und Metro auf zum Flughafen. Auch dort war ich viel zu früh und der Flug hatte Verspätung, so dass ich genug Zeit für einen Kaffee hatte (bei einem Laden der "tapas, snacks, cooffe" verkauft). Erst der dritte in 10 Tagen und keine Entzugserscheinungen!
Der Flug war ziemlich grauenhaft, viele Turbulenzen und eine Gruppe betrunkener Russen. Singend. Naja, ich hatte ja mein Paper um mich abzulenken.
Um 11 Uhr war ich dann auch in Stuttgart und nachdem wir geklärt hatten warum Germanwings nicht da ankommt, wo sie immer ankommen, konnten wir auch endlich heim. Nächste S-Bahn 26 Minuten - willkommen in Stuttgart!
Metrofahrten: 8
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