Ich bin wieder gut in Madrid angekommen und mir geht es gut. Es herrschte Chaos ("wir fliegen nicht", "wir fliegen um 22 Uhr", "wir fliegen um 17:40 Uhr"), wir hatten ein paar Stunden Verspaetung und saßen 1,5 Stunden im Flugzeug rum, weil es zuerst (17:30 Uhr) hieß wir fliegen um 17:40 Uhr und dann, als wir um 18 Uhr immer noch da standen änderte sich die Abflugszeit alle 5 Minuten. Jetzt, wo ich das Ausmaß des Unfalls erfahren habe, kann ich das aber sehr gut nachvollziehen.
Ein recht guter Artikel über was eigentlich passiert ist findet sich bei El País (auf Spanisch). Eine Zusammenfassung:
Spanairflug JK5022 von Madrid nach Gran Canaria ist kurz nach dem Start abgestürzt, 153 Tote, 19 (schwer) Verletzte. 10 Besatzungsmitglieder, 162 Passagiere. Darunter anscheinend vier Deutsche (imho laut Passagierliste eine Familie mit zwei Kindern) und zwei Schweden.
Der Unfall ereignete sich bei Terminal T4 um 14:45 Uhr, bis 17 Uhr dauerte es das Feuer zu löschen und bis dahin war der Flughafen komplett gesperrt. Das abgestürzte Flugzeug war angeblich mit 2 Stunden Verspätung gestartet wegen technischen Problemen. Ob es in der Luft war ist noch nicht sicher, jedenfalls fing wohl das linke Triebwerk an zu brennen, das Flugzeug streifte den Boden und zerbrach in Einzelteile. Für weitere Details müssen wir wohl die Ergebnisse der Analyse der Black Box abwarten.
Die Kommentare zum Artikel spekulieren wild herum, warum startet Spanair von Terminal 4, normal sind sie bei T2 und T4 ist Iberia (aber es war ein Staralliance-Flug? und jemand behauptet alle Flugzeuge starten bei T4?). Ein Flugzeug sollte auch mit brennendem Triebwerk fliegen können (aber starten?). Die Piloten hätten selbst das Flugzeug reparieren müssen, da kein Techniker da war. 20-08-2008 sei ein Unglücksdatum (Karma und so). Es war die ETA/islamische Fundamentalisten. Nunja. Jeder suche sich seine Lieblingstheorie.
Laut meiner Mitbewohnerin hat man die Rauchwolke noch in der Innenstadt von Madrid gesehen. Als wir landeten war es dunkel, daher habe ich selbst nichts gesehen. Aber es waren um 10 immer noch recht viele Leute auf ihren Flug wartend am Flughafen.
Auch mein Beileid den Familien der Toten.

Text in Umschrift und Übersetzung (englisch)
Meine Datenbank versteht UTF8 und mein Laptop beschwert sich über 81 Grad. Sonst nichts Neues.
Ich habe Besuch bekommen.
Ich habe nochmal Besuch bekommen. Außerdem steht jetzt ein Fahrrad bei mir im Wohnzimmer rum. Es ist also tatsächlich möglich mit dem Fahrrad (Liegerad) von Stuttgart nach Madrid zu fahren. Und das Ganze auch noch in so circas 10 Tagen!
Es ist unglaublich wie viele Spaghetti Fahrradfahrer vernichten können.
Nachdem wir gestern schon zu dritt die wichtigsten Sehenswürdigkeiten "abgeklappert" hatten (Sol, Plaza Mayor, bisschen Richtung La Latina, Kirche San X, Kirche de las Carbonaras, Plaza de la Villa, Opera und Plaza del Oriente, Palast, Jardines de Sabatini, Plaza España mit Cervantes), waren wir heute zu zweit noch ein wenig in der Gran Vía. Es war uns aber eigentlich etwas zu voll.
Der Abend war wieder gemütlich mit viel Essen (Ratatouille). Und wir fanden raus was Himbeere und Brombeere auf spanisch und englisch heiß (frambuesa, mura oder sowas, raspberry, blackberry).
Besichtigungstour zu dritt Teil 2: Der Palast und die Kathedrale auch von innen, Parque de la Montaña, Templo de Debod.
Und eigentlich wollten wir noch zu Madridbabel am Abend, aber wir waren dann doch zu müde.
Fabada asturiana und Ratatouille-Reste.
Meine Besucher sind in Segovia und ich sitze daheim und mache meine Studienarbeit. Das Leben ist ungerecht.
Zu Essen gab es Montaditos und danach noch einen Sangría auf der Plaza Santa Ana.
Retiro. Tortilla.
Meine eine Besucherin wollte sich ausruhen, daher ging ich mit dem anderen Besuch (oder eher er mit mir?) ins Museum Reina Sofia. Wir sahen die Hälfte der Dauerausstellung und lernten, dass Miro gerne Frauen und Vögel zeichnet und irgendwelche anderen Leute gerne Gitarren und Rumflaschen. Dann gab es noch eine temporäre Ausstellung, die recht interessant war. Nur verwirrten wir die Aufpasser, da wir ca. 2 Minuten vor dem Kunstwerk standen und danach ca. 5 Minuten dahinter um uns die Motoren und Prozessoren anzuschauen. Selbst schuld, wenn man Ingenieure ins Museum lässt (nein, ich bin kein Ingenieur!!)
Am Abend kochten wir wieder, nur was es war hab ich vergessen. Aber es war so gut, dass wir ewig noch da saßen und im Endeffekt doch nicht mehr tanzen gingen wie eigentlich geplant.
Casa de Campo. Es sieht etwas anders aus als das letze Mal, wo ich da war. Alles grün wurde durch gelb ersetzt. Wir machten ein nettes Picknick und sahen Menschenmassen, die wohl wegen dem 10km Lauf da waren.
Am Abend verließ mich meine Besucherin und ich ließ meinen anderen Besucher diesmal alleine kochen.