Willkommen in Madrid

Neu: Algo se muere en el alma cuando un amigo se va

Dienstag 16.6.09

Ich bin gerade heim gekommen und betrunken und traurig zu gehen und gleichzeitig war es so ein schoöner Abend, dass ich eigentlich gar nicht traurig sein kann. Mal sehen ob ich einen vernünftigen letzten Eintrag verfassen kann.
Heute Morgen war mein Studienarbeitsvortrag. Ich war sehr nervös und habe während des Vortrags die Hälfte meines Spanisch vergessen. Aber es war trotzdem ganz ok. Ich war sehr schnell, statt 7 Minuten hab ich wohl nur so ca. 5-6 gebraucht. Die 3 Minuten Fragen gingen auch sehr schnell und die Fragen waren nicht so arg kompliziert ("Welche Programmiersprache hast du verwendet", "Was stammt bei deiner Arbeit nicht von dir" und "Was ist der Unterschied zwischen einem Übersetzungsprogramm und deinem Programm"). Und ich habe überlebt!! Damit war es das, ich bin FREIIIIII!!!
Danach wollte ich eigentlich einen Kaffee trinken mit den Leuten aus dem Labor, aber dank spanischer Organisation war niemand da um 12.30 h. Um 13 Uhr kam meine Admin-Nachfolgerin, mit der ich mich auch recht gut verstehe. Gegen 13.30 h kam noch einer aus dem Labor. Da war ich aber mit meiner Admin-Nachfolgerin schon halb auf dem Weg zum Mittagessen. Also nichts mit Kaffeetrinken und nichts mit Verabschieden, weil die Leute einfach nicht da waren. Und der Prof schimpft über uns unorganisierte Studenten (er hatte das organisiert).
Mein Mittagessen fing mit eben meiner Admin-Nachfolgerin an und als sie gehen musste kamen ein paar Erasmus-Leute, so dass ich mich auch von denen verabschieden konnte. Um 15.30 h nahm ich zum letzen Mal den Bus 591 nach Colonia Jardín. Ich kann es noch nicht so wirklich begreifen.
Der nächste Abschied fand in der Stadt statt, von meiner ersten Freundin in Madrid, eine Amerikanerin. Und ihrem Freund, ein Informatiker aus Venezuela. 1,5 Jahre und wer weiß ob wir uns je wiedersehen (sie geht in einem Monat zurück nach Boston).
Danach traf ich mich mit einem aus dem Chor. Wir wanderten durch Madrid und begingen den Fehler in einen Souvenirshop zu gehen. Es gab ein wirklich nettes T-Shirt (bisher haben mir alle nicht gefallen, die ich gesehen habe), aber natürlich nicht in meiner Größe. Also suchten wir jeden Souvenirladen der Stadt ab, ohne Erfolg. Morgen...
Achja, es regnet übrigens, schon den ganzen Tag. Was für eine Art mich zu verabschieden, Madrid, schäm dich!!
Esta noche beberemos, porque no volvemos a vernos más...
Dann sammelten wir noch diverse Leute ein, bis wir schließlich zu zehnt in "La Mazmorra" saßen, Sangría tranken, Tortilla, Pimientos de Padrón, Queso Manchego und anderes aßen, redeten, lachten, schwitzten (es war sehr warm).
Wegen dem letzten Punkt beschlossen wir nach der ca. 5. oder 6. Jarra Sangría die Bar zu wechseln und gingen nach La Latina. Dort trank ich einen Tinto de Verano, dann wurde mir noch ein Sangría aufgedrängt und schließlich fuhren wir mit der vorletzten Metro heim. Das letzte Stück musste ich allerdings laufen.
Der Abend war wirklich sehr schön. Geschichten über Las Vegas, Deutschland, schlechte Witze ("Kommandant, da kommen Indianer" - "Wie groß sind sie?" - "So groß" (1cm) - "Ignorier sie." - wenig später "Kommandant, da kommen Indianer" - "Wie groß sind sie?" - "So groß" (20cm) - "Ignorier sie." - wenig später "Kommandant, da kommen Indianer" - "Wie groß sind sie?" - "So groß" (1m) - "Töte sie!" - "Kommandant, das kann ich nicht, ich kenn sie doch seit sie so klein waren!"), Wortspiele (Feuerzeug, "Entra un basco en un bar de pinxos, qué dice? - Ay, ay!"), Franzosenwitze ("Was sind die drei kürzesten Bücher der Welt?" - "X, Y, und das Buch der französischen Siege" [für X und Y beliebiges einsetzen]).
ICH WERDE EUCH ALLE SOOOO VERMISSEN!!!
Ich glaube, ich sollte ins Bett gehen. Dies ist mein letzter Eintrag aus Madrid, ich danke allen Fans dieses "Blogs" für ihre Treue... wir sehen uns!!